Vollstationäre Wohngruppen
Stationäre psychotherapeutische Wohngruppen Rittmarshausen - Raben, Siebenschläfer und Intensivgruppe Phönix
Stationäre heilpädagogische Wohngruppen - Froschteich und Tigerenten
Stationäre heilpädagogische Wochengruppe Weißenborn - Fledermäuse
Gelbes- und Blaues Haus/ Jugendlichenwohngruppen des JHZ Göttingen
Grünes Haus - Kinderwohngruppe
Rotes Haus - Diagnostik-/Notaufnahmegruppe
Stationäre psychotherapeutische Wohngruppen Rittmarshausen - Raben, Siebenschläfer und Intensivgruppe Phönix
Die psychotherapeutischen Wohngruppen bieten den Kindern die Möglichkeit in einem geschützten Rahmen die wichtigen Dinge fürs Leben zu lernen. Ziel ist ein dem Alter angemessener Umgang mit problematischen Verhaltensweisen wie Aggressionen, Verweigerungen, Ängsten oder Rückzugstendenzen. Die Bindung an eine einzelne Person (Kontakterzieherprinzip), die Beziehungen zu den Gleichaltrigen in der Gruppe und die regelmäßigen Gespräche sind dafür geeignete Lernfelder.

Wohlfühlen und lernen in der Gruppe
Die beiden Wohngruppen befinden sich im Zentralgebäude der Einrichtung in einem Wohngebiet nahe am Waldrand in Rittmarshausen.
Wir nehmen Jungen und Mädchen zwischen 7 und 13 Jahren auf. In einer Gruppe leben acht bis neun Kinder in Einzel- oder Doppelzimmern, die sie nach eigenen Vorstellungen gestalten können.
Sie werden von fünf Erziehern/Sozialpädagogen Tag und Nacht betreut. Für das leibliche Wohl sorgt eine Hauswirtschafterin.
Auch das Praktische kommt dabei nicht zu kurz. Beteiligung bei der Hauswirtschaft, beim Einkaufen, der Wäsche fördern Verantwortungsgefühl und den Sinn für die Gemeinschaft.
Den Kontakt zur Familie erhalten
Durch regelmäßige 14-tägige Heimfahrten und Ferienbesuche in der Familie wird der Kontakt aufrecht erhalten. Wir beziehen die Eltern durch regelmäßige Gespräche, in denen die Veränderungen besprochen werden, in unsere Arbeit ein.
Zwei Psychotherapeutinnen bieten für alle Kinder Einzel- und Gruppentherapie an. Eine Psychologin nimmt beratend an den wöchentlichen Fallbesprechungen teil.
Dieses spezielle Jugendhilfeangebot soll die Familien unterstützen und nach zwei, spätestens nach drei Jahren beendet sein.
Intensivgruppe Phönix
Das Angebot der Gruppe „Phönix“ unterscheidet sich von den anderen
stationären Wohngruppen durch eine intensivere pädagogische,
psychotherapeutische und psychologische Betreuung, die durch entsprechendes
Fachpersonal und eine geringere Belegung mit maximal 6 Plätzen gewährleistet
wird.
In dieser Gruppe kann in besonderem Maße dem Schutzauftrag bei
Kindeswohlgefährdung Rechnung getragen werden, da bei der „Abschätzung des
Gefährdungsrisikos insoweit erfahrene Fachkräfte“ (§ 8a SGB VIII) im Team
mitarbeiten.
Weitere Leistungen und Schwerpunkte werden in der Leistungsbeschreibung der Gruppe beschrieben, diese finden Sie unter: Termine/Neuigkeiten

Stationäre heilpädagogische Wohngruppen - Froschteich und Tigerenten
Die heilpädagogischen Wohngruppen befinden in der Ortschaft Bischhausen, Gemeinde Gleichen, nicht weit entfernt von der Förderschule in Rittmarshausen. Die Gruppe Froschteich teilt sich mit den beiden heilpädagogischen Tagesgruppen die verschiedenen Gebäude eines alten Bauernhofs. Hier arbeiten auch die Therapeuten (Heilpädagogen/Psychologen) des heilpädagogischen Bereichs. Der geschützte Innenhof ist ein beliebter Spielplatz für alle Kinder, ebenso wie das großzügige Außengelände mit Sport- und Spielgeräten. Die Gruppe Tigerenten wohnt in einem geräumigen Dreifamilienhaus auf der gegenüberliegenden Straßenseite, mit separatem Garten, einem Spiel- und einem Werkhaus. Die Kinder der beiden Gruppen haben Kontakt, es gibt Freundschaften und die Gruppen arbeiten bei verschiedenen Aufgaben und Aktivitäten zusammen. Der Ort ist sehr ländlich, bietet aber auch eine gute Busanbindung nach Duderstadt und Göttingen.

Neun Kinder wohnen hier in einer Gruppe, die meisten haben ein Einzelzimmer.
Wir legen Wert auf eine wohnliche Atmosphäre und nehmen dabei Rücksicht auf die Interessen und Bedürfnisse der Kinder. Ein fester Tages- und Wochenablauf und die verbindlichen Regeln der Gruppe und des Hauses helfen den Kindern bei einer besseren Orientierung und schaffen eine Voraussetzung für neues Lernen. Ein weiterer wichtiger Pfeiler unserer Arbeit ist die emotionale Zuwendung und der behutsame Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zu Kind und Familie. Damit geben wir sowohl den Mädchen und Jungen als auch den Eltern die nötige Sicherheit und stärken den Mut zur Veränderung.
Aus dieser Sicherheit heraus können Kinder Unterstützung annehmen, neue Verhaltensmöglichkeiten erproben und so schrittweise zu einem positiveren Selbstbild gelangen. Hierdurch soll der Weg für einen Neubeginn in den oftmals belasteten Beziehungen zwischen Kind und Eltern geebnet werden.

In jeder Wohngruppe arbeiten fünf pädagogische Fachkräfte im Schichtdienst. Jedes Kind hat eine feste Bezugsperson, die sich ganz besonders um seine Belange kümmert und auch den Eltern als Gesprächspartner zur Verfügung steht. Der Schwerpunkt unserer Arbeit ist die individuelle Förderung der Mädchen und Jungen nach heilpädagogischen Grundsätzen. Dies bedeutet beispielsweise, dass die Kinder durch aktives Erkunden und Handeln neue Erfahrungen sammeln. Die heilpädagogischen Prinzipien wirken hierbei sowohl im Alltag, in der Freizeit als auch in den heilpädagogischen und therapeutischen Einzelstunden. Die Zusammenarbeit mit der Schule ist selbstverständlich sehr eng und stützt die Kinder bei ihrer schulischen Entwicklung.
Wir wünschen ausdrücklich, dass die Kinder während des Aufenthaltes geregelten Kontakt zu ihren Familien haben. Dazu gibt es Heimfahrten an den Wochenenden (alle vier Wochen, nach ca. sechs Monaten 14-tägig) und die Beurlaubung in den Schulferien. Die Eltern sind auf verschiedene Art und Weise ( Eltern- und Familiengespräche, Besuchssonntage , Elternseminare ) an der Erziehung und der Entwicklung ihrer Kinder beteiligt.
Stationäre heilpädagogische Wochengruppe Weißenborn - Fledermäuse
Unsere Wochengruppe ist ein Betreuungsangebot, bei dem die Kinder von Sonntagabend bis Freitag im Kinderheim wohnen, die Wochenenden aber in ihren Familien verbringen. Es stellt insofern ein Bindeglied zwischen den stationären Gruppen und den Tagesgruppen dar.
Uns ist dabei Folgendes wichtig:
- Der wöchentliche Wechsel zwischen Wochengruppe und Familie wird ausdrücklich gewünscht und ist für das Kind zumutbar.
- Wir bieten individuelle heilpädagogische Förderungsangebote und sozialpädagogische Betreuung.
- Wir suchen gemeinsam nach neuen Wegen, die Beziehungen in der Familie zu gestalten. Die Familien können dies an den Wochenenden kontinuierlich erproben.
- Es finden regelmäßige therapeutische Familiengespräche statt.
Enger Kontakt zur Familie
Die Familie ist ganz besonders in die Arbeit der Wochengruppe mit einbezogen. Es gibt dafür vielfältige Angebote:
- Familien und Elterngespräche
- Elternseminare
- Übergabegespräche nach und vor den Wochenenden, mehrmals im Jahr mit einem Elternabendbrot verbunden
- Eltern- und Familientage
- gemeinsame Feiern zu jahreszeitlichen Anlässen z. B. Zeugnisübergabefest
- Besuch der Familien an ihrem Wohnort
Vier Erzieher/ Sozialpädagogen, eine Hauswirtschaftskraft, ein Familientherapeut und der therapeutische Dienst betreuen die Kinder rund um die Uhr.

Die heilpädagogische Wochengruppe befindet sich in einem geräumigen Zwei-Familienhaus in der Ortschaft Weißenborn (Gemeinde Gleichen), nicht weit entfernt von den heilpädagogischen Gruppen in Bischhausen. Mit diesen Gruppen arbeiten wir nicht nur fachlich zusammen, auch Feriendienste, Projekttage und Feste werden gemeinsam gestaltet.
Der Ort Weißenborn ist einerseits sehr ländlich, bietet aber auch eine gute Busanbindung nach Duderstadt und Göttingen.
Neun Mädchen und Jungen im schulpflichtigen Alter bis 13 Jahre (bei Aufnahme). wohnen hier in Einzelzimmern, es gibt aber auch die Möglichkeit sich ein Doppelzimmer zu teilen.
Gruppenraum, Hausaufgabenzimmer mit Computerecke, Essraum und ein eigenes Hof- und Gartengelände nutzen die Kinder gemeinsam.
Gelbes- und Blaues Haus/ Jugendlichenwohngruppen des JHZ Göttingen
In den beiden Jugendlichenwohngruppen leben jeweils neun Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren. Alle bewohnen ihr eigenes Zimmer, das sie selbst gestalten können. Die Jugendlichen werden von fünf Erziehern (Bezugserzieherprinzip) und einer Nachtwache rund um die Uhr betreut. Unser Ziel ist es, die Mädchen und Jungen in geschütztem Rahmen auf ein eigenständiges Leben vorzubereiten. In der Gruppe lernen sie, Wünsche und Bedürfnisse angemessen zu äußern

(Gruppenbesprechungen) und eigenen Verpflichtungen nachzukommen (Dienste für die Gemeinschaft). Dazu üben wir mit den Jugendlichen praktische Fertigkeiten wie einkaufen, kochen und Wäsche waschen.
Durch individuell abgestimmte Heimfahrten wird der Kontakt zur Familie erhalten. Darüber hinaus haben die Heranwachsenden die Möglichkeit, Familienmitglieder oder Freunde mit in die Gruppe zu bringen.
Jeder Jugendliche besucht eine öffentliche Schule, macht eine Berufsausbildung oder nimmt an einer alternativen Maßnahme teil. Einmal im Jahr plant jede Gruppe für sich einen gemeinsamen Urlaub.
Grünes Haus - Kinderwohngruppe

Auch diese Wohngruppe bewohnt ein eigenes Reihenhaus auf dem Gelände des JHZ. Vier Erzieher (Bezugserzieherprinzip) und eine Nachtwache betreuen Tag und Nacht acht Kinder im Alter von 5 bis 14 Jahren. Für das leibliche Wohl sorgt eine Hauswirtschafterin.
Jedes Kind hat ein eigenes Zimmer, das es nach seinen Wünschen gestalten kann.
Das verlässliche Miteinander und der feste Tagesablauf bieten den Kindern Orientierung und Sicherheit. Hausaufgabenbetreuung, Begleitung bei der Freizeitgestaltung, gemeinsame Gespräche, individuelle Förderung und Gruppenaktivitäten sind wichtige Felder, in denen Beziehungen zu Betreuern und Mitbewohnern wachsen und erprobt werden können.
In regelmäßigen Gesprächen mit der Familie wird der Kontakt erhalten. Jeder geht zu einer öffentlichen Schule und hat die Möglichkeit, am Nachmittag seine Freunde mit in die Gruppe zu bringen. Einmal im Jahr planen die Kinder und Erzieher einen gemeinsamen Urlaub.
Rotes Haus - Diagnostik-/Notaufnahmegruppe

In die Diagnostik-/Notaufnahmegruppe werden Kinder und Jugendliche aufgenommen, die sich akut in schwierigen Lebens- und Krisensituationen befinden. Hierfür stehen insgesamt acht Plätze zur Verfügung. Die Mädchen und Jungen leben in Einzelzimmern und werden von sechs ErzieherInnen, einer Nachtwache und einer Hauswirtschafterin versorgt.
Ziel der Arbeit in dieser Gruppe ist zum einen die Gewährung eines Schutzraumes für die betroffenen Kinder, zum anderen die zügige Klärung (Diagnose) der Situation und die Erarbeitung einer Empfehlung für das weitere Vorgehen durch den Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten.
Als Wohngruppe bietet sie den Kindern Schutz und Geborgenheit, regelmäßige Alltagsversorgung und die Möglichkeit, über ihre Sorgen und Probleme zu sprechen. Für eine diagnostische Einschätzung ist neben der Beobachtung der Kinder im Gruppenleben die Koordination aller am Hilfeprozess beteiligten Stellen erforderlich (Eltern, Jugendämter, Schulen/Ausbildungsstätten, Ärzte, Psychologen usw.).

